Geschichte kennen, sicher spielen
Casino Usedom Deutschland - Geschichte und Alternativen
Alles zur ehemaligen Spielbank Heringsdorf auf Usedom und was heute an ihrer Stelle steht.

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Spielbank Heringsdorf kurz zusammengefasst
Spielbank Heringsdorf kurz zusammengefasst
Die Spielbank Heringsdorf war das einzige lizenzierte Casino auf der Insel Usedom und lag direkt an der Strandpromenade 1 in Seebad Heringsdorf. Betrieben wurde sie von der Ostsee-Spielbanken GmbH & Co. KG, die parallel auch Standorte in Stralsund und Binz unterhielt.
Das Spielangebot umfasste zwei Roulette-Tische, einen Black-Jack-Tisch, zwei Pokertische sowie rund 70 Automaten im Automatensaal. Der Zutritt war ab 18 Jahren erlaubt und kostete eine Eintrittsgebühr von 2 Euro. Wer heute nach „Casino Usedom” sucht, sollte wissen: die Spielbank ist dauerhaft geschlossen, das Gebäude mit dem Schriftzug „Spielbank” steht jedoch noch.
Spielbank Heringsdorf: Was dort einmal war
Die Spielbank Heringsdorf war lange Zeit das einzige offiziell lizenzierte Casino auf der Insel Usedom. Direkt an der Strandpromenade 1, mitten in den Kaiserbädern, war sie für viele Abendgäste fast ein Pflichtstopp. Das Gebäude mit seiner Säulenfassade und dem schlichten Schriftzug “Spielbank” fügte sich bewusst in die typische Bäderarchitektur ein und wirkte dadurch fast selbstverständlich im Ortsbild. Betreiberin war die Ostsee-Spielbanken GmbH & Co. KG, die parallel auch die Standorte in Stralsund und Binz führte.
Für Urlauber, Kurgäste und Wochenendbesucher gehörte der Abstecher in die Spielbank für lange Zeit zum klassischen Abendprogramm. Nicht in erster Linie, weil dort dauerhaft große Gewinne zu holen waren, sondern wegen der Stimmung: ein Ort, an dem der Abend noch eine kleine Wendung nehmen konnte.
Für einen Badeort dieser Größe war das Spielangebot solide aufgestellt. Im Bereich Klassisches Spiel gab es zwei Tische für American Roulette, einen Black-Jack-Tisch sowie zwei Pokertische, die sowohl für Cashgames als auch für Turniere genutzt wurden. Der Automatensaal umfasste rund 70 Geräte, darunter Video-Slots, Video Poker, elektronisches Roulette über TouchBet-Terminals, Keno und elektronische Bingo-Varianten. Hinzu kamen vernetzte Jackpot-Systeme.
| Spielbereich | Angebot |
|---|---|
| Klassisches Spiel | American Roulette (2 Tische), Black Jack (1 Tisch), Poker (2 Tische) |
| Automatensaal | ca. 70 Geräte: Video-Slots, Video Poker, TouchBet-Roulette, Keno, e-Black Jack |
| Sonderfunktionen | Jackpot-Systeme, Pokerturniere |
| Eintritt | ca. 2 Euro, Mindestalter 18 Jahre, Ausweispflicht |
Der Zutritt war ab 18 Jahren erlaubt, ein gültiger Ausweis musste immer vorgelegt werden, der Eintritt lag bei etwa 2 Euro. Eine Kleiderordnung existierte, wurde jedoch eher entspannt ausgelegt - Gäste ohne Krawatte oder Abendgarderobe wurden normalerweise nicht abgewiesen. Zur Ausstattung zählten außerdem eine Bar mit Lounge-Ecke und getrennte Raucherbereiche, sodass man sich auch abseits der Tische aufhalten konnte.
Schließung 2014 - und was danach kam
Rechtliche Grundlage für den Betrieb der Spielbank war das Spielbankgesetz Mecklenburg-Vorpommerns. Die Erlaubnisse wurden durch das Innenministerium vergeben, in der Regel befristet auf maximal zehn Jahre, mit der Möglichkeit einer Verlängerung nach Antrag. Zugelassen als Erlaubnisnehmer waren ausschließlich juristische Personen des Privatrechts mit Sitz im Bundesland, Einrichtungen des öffentlichen Rechts waren davon ausgenommen.
Die Ostsee-Spielbanken GmbH & Co. KG hielt die Konzession für alle drei Standorte im Land. Am 14. Mai 2014 liefen die erteilten Spielbankerlaubnisse aus. Ein Antrag auf Verlängerung wurde nicht mehr gestellt. In der Branchenpresse war von schwächelnden Umsätzen und der finanziellen Belastung durch die Spielbankabgabe die Rede. Mit dem Auslaufen der Genehmigungen endete der Betrieb gleichzeitig in allen drei verbliebenen Spielbanken Mecklenburg-Vorpommerns.
Das Gebäude in Heringsdorf steht bis heute. Besucher berichten, dass der Schriftzug “Spielbank” noch teilweise zu erkennen ist. Der Casinobetrieb selbst ist jedoch endgültig eingestellt, eine neue stationäre Spielbank auf Usedom wurde nicht eröffnet. Obwohl die Landesregierung die Konzession im Anschluss europaweit neu ausschrieb, entstand daraus kein neuer Standort auf der Insel.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| Vor 2014 | Betrieb durch Ostsee-Spielbanken GmbH & Co. KG |
| 14. Mai 2014 | Auslaufen der Erlaubnis, Schließung aller drei Standorte |
| Nach 2014 | Europaweite Neuausschreibung der Konzession durch das Land MV |
| 2026 | Kein aktiver Spielbankbetrieb auf Usedom |
Kurze Klarstellung zum Strandcasino
Wer heute nach einem Casino auf Usedom sucht, landet in Suchergebnissen schnell beim Begriff “Strandcasino”. Gemeint ist damit das MARC O’POLO STRANDCASINO in der Kulmstraße 33 in Heringsdorf. Dabei handelt es sich um einen Concept Store der Modemarke Marc O’Polo mit angeschlossener Gastronomie, also um ein Mode- und Gastroobjekt.
Glücksspiel findet dort nicht statt. Der Begriff “Strandcasino” ist hier historisch und architektonisch zu verstehen. Traditionelle Strandgebäude an deutschen Seebädern trugen diesen Namen schon lange, ganz unabhängig von Spielbanken oder Roulettetischen. Für Spieler, die gezielt nach einem Casino im klassischen Sinn suchen, ist dieser Ort daher praktisch ohne Bedeutung.
Online-Casinos als Alternative für Spieler aus Deutschland
Seit der Schließung 2014 gibt es auf Usedom keine lizenzierte Spielbank mehr. Wer trotzdem reguliert spielen möchte, weicht heute auf Online-Angebote aus. Durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist das für deutsche Spieler rechtlich klar geregelt. Anbieter mit einer offiziellen Konzession der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen ihre Angebote gezielt an Kunden in Deutschland richten.
Die Registrierung bei einem solchen regulierten Online-Casino läuft im Alltag meist in ähnlichen Schritten ab, auch wenn die Oberfläche je nach Plattform anders aussieht.
- Im Impressum oder im Footer prüfen, ob tatsächlich eine gültige GGL-Lizenz genannt wird.
- Ein Kundenkonto anlegen: vollständige persönliche Daten eingeben, denn eine Identitätsprüfung (KYC) ist Pflicht.
- Die Identität verifizieren, meist durch Hochladen eines gültigen Ausweisdokuments.
- Eine Zahlungsmethode wählen. In Deutschland sind Banküberweisung, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift üblich.
- Ein persönliches monatliches Einzahlungslimit festlegen. Gesetzlich sind maximal 1.000 Euro pro Monat erlaubt.
- Ein Spiel aus dem lizenzierten Portfolio wählen, etwa Slots, Roulette oder Black Jack.
- Bei Bedarf die Möglichkeit zur Selbstsperre über OASIS nutzen, das zentrale Sperrsystem der deutschen Glücksspielaufsicht.
Ein praktischer Rat, der nicht auf einen bestimmten Anbieter zielt: Das eigene Einzahlungslimit sollte gleich zu Beginn bewusst gesetzt werden, bevor das Spielen zur Routine wird - nicht erst dann, wenn man die Bremse eigentlich schon nötig gehabt hätte.
Wer weiterhin Wert auf die besondere Atmosphäre einer klassischen Spielbank legt, muss die Insel mittlerweile verlassen. In den Bundesländern Schleswig-Holstein oder Brandenburg finden sich aktive Standorte mit Tischen und Automaten vor Ort. Die Anreise ist deutlich weiter als früher der abendliche Spaziergang nach Heringsdorf, aber die analoge Option ist grundsätzlich noch vorhanden.

Wichtige Daten im Überblick
Wichtige Daten im Überblick
- Vor 2014 - Die Ostsee-Spielbanken GmbH & Co. KG betreibt die Spielbank Heringsdorf sowie Standorte in Stralsund und Binz unter staatlicher Konzession des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
- Mai 2014 - Die Spielbankerlaubnisse der Ostsee-Spielbanken laufen aus; alle drei Standorte einschließlich Heringsdorf werden geschlossen, da der Betreiber aufgrund geringer Umsätze und der Spielbankabgabe keinen Verlängerungsantrag stellt.
- Nach 2014 - Das Land Mecklenburg-Vorpommern schreibt die Spielbanklizenz europaweit neu aus; auf Usedom entsteht keine neue Spielbank.
- Heute - Das ehemalige Spielbankgebäude an der Strandpromenade ist noch vorhanden; lizenziertes Glücksspiel auf der Insel ist nicht mehr möglich.
Spielangebot: Offline damals, Online heute
Die ehemalige Spielbank Heringsdorf kombinierte mehrere Bereiche: klassisches Tischspiel mit Roulette, Black Jack und Poker sowie einen vergleichsweise großen Automatensaal. Regulierte Online-Casinos mit GGL-Lizenz bilden dieses Spektrum im Wesentlichen nach. Zusätzlich kommen Live-Dealer-Tische hinzu, bei denen echte Croupiers die Spiele per Video-Stream leiten und Einsätze in Echtzeit annehmen.
Inhaltlich ähneln sich die Angebote, die Unterschiede liegen vor allem im Rahmen: In Heringsdorf gab es Bar, Dresscode, persönliche Ansprache und das Gemeinschaftsgefühl im Saal. Online-Angebote lassen sich dagegen jederzeit vom Sofa aus nutzen, ganz ohne Anreise und ohne Eintritt.
Typische Spielkategorien bei legalen deutschen Online-Anbietern mit GGL-Lizenz sind:
- Slots mit unterschiedlichen Themen und Jackpot-Varianten
- Roulette in European- oder American-Variante sowie Live-Roulette mit Croupier
- Black Jack in klassischen Regelwerken und an Live-Tischen
- Poker als Video Poker und in einzelnen Live-Poker-Formaten
- Weitere Tischspiele wie Baccarat, Keno und elektronische Varianten
| Merkmal | Spielbank Heringsdorf (geschlossen) | Reguliertes Online-Casino DE |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Saisonbetrieb, feste Öffnungszeiten | 24/7 erreichbar |
| Mindestalter | 18 Jahre | 18 Jahre |
| Einzahlungslimit | Keine gesetzliche Obergrenze | 1.000 Euro/Monat (gesetzlich) |
| Spielangebot | Roulette, Black Jack, Poker, Automaten | Slots, Roulette, Black Jack, Live-Dealer |
| Lizenz | Spielbankgesetz MV | GGL-Lizenz (Glücksspielstaatsvertrag 2021) |
| Status 2026 | Dauerhaft geschlossen | Aktiv, reguliert |
Historische Kontaktdaten und Einordnung
Für Rückfragen zur früheren Spielbank Heringsdorf war damals die Telefonnummer +49 (0)38378 22818 angegeben. Die Website ostsee-spielbanken.de des damaligen Betreibers ist heute nicht mehr online. Offizielle Auskünfte zum Glücksspielrecht in Mecklenburg-Vorpommern erteilt das Innenministerium des Landes; für Fragen zur bundesweiten Regulierung von Online-Glücksspiel ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale) zuständig.
Die Spielbank Heringsdorf bleibt trotz ihres Endes ein Teil der Tourismusgeschichte von Usedom. Das Gebäude an der Strandpromenade erinnert an eine Phase, in der die Kaiserbäder ihren Gästen ein komplettes Unterhaltungsprogramm boten: Konzerte, Promenaden, gastronomische Angebote und eben auch die Spielbank. Heute verlagert sich das legale Glücksspielangebot für Besucher der Insel vollständig auf regulierte Online-Plattformen mit gültiger deutscher Lizenz.
